Dämonen

Ihr tobende Geister, ihr selbstgerechtes Gesindel. Habt mir gesagt, dass man die Welt spalten könnte in Schwarz und Weiß.

Entzweien in krank und gesund, in berechtigt und unberechtigt. Habt mich suchen lassen nach Rechtfertigungen. Habt mich irren lassen in euren dunklen Gängen, mit allen Warum´s im Gepäck. Unter eurer Kontrolle, um Beweise zu suchen für alles Vergangene, um Erlösung zu finden. Habt mich wissen lassen, dass ich nichts bin ohne Antworten. Habt mich verzweifeln lassen an einer Aufgabe, die ihr mir mit Hohn gestellt habt. Ihr verächtlichen Dämonen habt mir nichts als Lügen aufgetischt, die ich schlucken soll, verschlingen, wie ihr meine Ganzheit verschlungen habt. Habt mich gespalten in Alles und Nichts. In Fragmente zerstreut, und mich irren lassen in einem Spiegelkabinett voller Gesichter, Gesichter die nicht meine sind. Mit der Aufgabe mich zu finden. 

Jede Reflektion eine Ausgeburt eueres Wahnsinns. Mit dem Ziel mir eine weitere Sackgasse zur Aufgabe zu machen. Ein weiteres Verwirrtsein, ein weiteres vernebeltes Warum. Eure Nahrung – mein Verhungern.

Und jedes Stehenbleiben in euerem Labyrinth ein Beweis, wie unfähig ich bin das Ziel zu finden. Jedes Verzweifeln ein Beweis, wie falsch ich bin. 

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