Adios Amigos

Stellen wir uns eine wunderschöne Frau vor, die auf einer Bühne vor einem Mikrofon steht. Auf die Frage: „Was ist Ihnen wichtig, was wünschen Sie sich?“, antwortet sie: „Weltfrieden.“

Alle applaudieren und denken: Was für ein reizendes Wesen, wunderbar!

Ich muss schon zugeben, dass es herrlich wäre, wenn es Weltfrieden gäbe. Leider muss ich jetzt aber plump auf die Bühne steigen, das Mikrofon aus der zierlichen Hand reißen und sagen: „Sorry Leute, das ist nicht die Lösung. Wir müssen schon ein bisschen mehr auf die Beine stellen, als uns in einer zärtlichen, friedvollen Phantasie zu verschanzen. Hier braucht es Mut und Courage. Wir brauchen keine Prinzessinnen, wir brauchen Drachen!

Hier und jetzt brauchen wir Feuer, Wirbel und Persönlichkeiten. Wir müssten uns befreien von der Vorstellung, dass wir ein sanftmütiger Jesus, Buddha oder dergleichen werden sollten. Die Erleuchtung steckt nicht in dem passiven Herumstehen und Herumsitzen.

Sie ist unsere innere Kraft. Jene die uns weitermachen lässt, auch wenn der Sturm kommt. Denn dieser ist da. Beten wird uns hier nicht helfen. Wir müssen loslegen, ein Dach bauen, was wirklich was aushält.

Ich werde meine erbärmlichen Reste von Würde einsammeln und den aufrechten Gang wieder erlernen. Ich werde meine Beine in den Boden stampfen und Wurzeln schlagen. Werde die nervtötenden Stimmen von zimperlichen Gestalten ignorieren und meine eigene Stimme wieder finden. Ich werde es mir selbst zeigen, dass ich mehr bin, als das was ihr in mir sehen wollt.

Eure Furcht lähmt uns alle. Sie zwängt uns in einen unbequemen Kokon.

Wer hier ersticken will, bitte. Aber ich habe keine Lust mehr darauf. Ich will tief ein- und ausatmen können, Feuer speien und Wind aufwirbeln! 

Also, Adios Amigos!“

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