Wer ich bin…

Ich bin ein Visionär, oder doch viel mehr?

Ich weiß ich bin ein Träumer, ein Tänzer,

überall dort wo Veränderungstendenzen.

Mich treibt die Hoffnung auf mehr,

hin und her, kreuz und quer.

Ich trage, ich forme, ich lenke, ich schenke.

Oft ertrage ich aber nur, wie ein mir gegebener Schwur.

Dinge die für mich untragbar,

Dinge die für mich unsagbar.

Worte klingen aus meinem Mund,

manches nicht verständlich.

Als würde ich eine andere Sprache sprechen,

als würden meine Worte tonlos sein.

Sie kreisen im Raum und fallen nieder,

unbenutzt.

Aufheben, weitermachen, vielleicht sogar lachen?

Gesichter schauen mich fragend an,

und in mir wächst selbst eine Frage: Wann?

Wann ist die Zeit gekommen,

wo genommen wird was ich gebe?

Wo verstanden wird was ich predige?

Die Tage vergehen und ich beginne zu sehen,

wie alles feiner wird, wie alles kleiner wird.

Ich kränke mich über diesen Verlust,

denn es wird mir bewusst, dass es vergeht,

nichts mehr hinter mir steht.

Obwohl ich rede, obwohl ich tu,

verschwindet alles in Nu.

Und dann sehe ich das Licht in einem.

So winzig und zart, fast schon erloschen.

Ich spüre Wärme, spüre Hoffnung.

Darf ich beginnen, ist es so weit?

Und ein Windzug streicht über meine Haut,

und ich sehe, ich verstehe.

Ich bin das Zunder für das Licht,

ich bin das Wunder für das Nichts.

Ich habe die Gabe zu spüren, zu erblicken,

was verborgen irgendwo schlummert.

Es wartet nur auf mich, auf meine Worte,

auf meine Gischt.

Entdecken was verborgen ist,

enthaupten was Zweifel verspricht.

Liebe verbreiten, in Höheres geleiten.

Echt soll es sein,

nah soll es sein,

wahr soll es sein.

Ich werde sie überfluten mit Gutem,

werde wegschwemmen was sie hemmt.

Etwas Großes darf passieren, lass es fließen,

Blicke klar und alles wird wunderbar.

Danke, das bin ich. Danke!

Ich schreie das Wort hinaus,

gehört soll es werden, auch dort wo es laut ist,

dort wo es eigentlich hin soll.

Dort wo eigentlich mehr gehorcht werden sollte,

gespürt werden sollte.

Ich schreie das Wort mit Leidenschaft,

mit Hingabe.

Und plötzlich wird es still.

Augen blicken mich an,

eine unendliche Ruhe liegt in ihnen,

wie von einer anderen Welt.

Ich fühle mich erkannt,

es wird mir warm, es wird mir wohl.

Ich bin Zuhause.

Und ich lausche mit offenem Herzen,

und er sagt ohne zu sprechen:

„Ich bin da, ich höre dich, vergiss das nicht!“

(August 2014)

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