Die beste Firma (von RS)

Stellt euch mal die folgenden Personen als Teil eines Unternehmens vor:

  • Ein Geschäftsführer der so fahrlässig handelt, weil er seinen Untergebenen blind vertraut ohne jegliche Kontrolle seinerseits. Der keine Kenntnis hat von den tatsächlichen Problemen „seiner“ Firma, da ein betrieblicher Anstandsbesuch nur sehr, sehr selten vorkommt.
  • Ein Betriebsleiter der denkt er ist der Klügste in allen Belangen, der unfähig ist ein Projekt zu Ende zu führen und keine Ahnung hat von Mitarbeiterführung.
  • Ein Produktionsleiter der von nichts eine Ahnung hat, aber sich immer so darstellt als würde er über alles Bescheid wissen und der nicht mal merkt das er von allen belächelt wird.
  • Einem Sachbearbeiter der in seiner Arbeitszeit mehr wie 50% mit privaten Dingen beschäftigt ist und in diesen 50% auch noch die halbe Zeit am Handy hängt, ohne das er in irgendeiner Art und Weise mit Konsequenzen rechnen muss.
  • Einem Vorarbeiter der jegliche Arbeit an sich reißt und keine Eigenverantwortung seiner untergeordneten Mitarbeiter duldet. Der, wenn ihm seine sich selbst auferlegten Arbeiten zu viel werden, jegliche Schuld von sich weist, weil er ja so überlastet ist. Der bei seinen Vorgesetzten durch seinen „Fleiß“ immer gut dastehen will.

Soweit mal die Grundstruktur dieser rein theoretischen Firma 😉

Jetzt die Frage dazu, kann man als Untergeordneter dieser Struktur in diesem Betrieb etwas zum Positiven verändern? Können ja mal einen Dialog einer Problemlösung durchspielen, GF natürlich ausgenommen, denn der will sich mit sowas ja natürlich nicht beschäftigen.

Mitarbeiter X: Habe ein Problem bei meiner Tätigkeit, Arbeit Y lässt sich aufgrund dessen nicht ausführen, hätte dafür eine Lösung
Produktionsleiter: Jaja das habe ich mir ja eh schon gedacht, ist doch klar, dass das so nicht funktionieren kann. Hm was machen wir denn da jetzt…?
Sachbearbeiter: (Handy, Handy, Handy….)
Betriebsleiter: Also ich habe da ja schon etwas anderes geplant (ist ja alles ganz einfach), dann wird dieses Problem in Zukunft sowieso nicht mehr auftreten. Bis dahin würde ich das einfach mal so lassen.
Produktionsleiter: Ah ja genau das kommt ja dann bald, ja dann sollte das eh funktionieren. Problem solved!
Vorarbeiter: Meiner Meinung nach soll sich der Arbeiter da sowieso keine Gedanken machen, der ist zum Arbeiten da. Bis das jetzt umgesetzt wird mach ich die zusätzliche Arbeit einfach mit.
Produktionsleiter: Danke Vorarbeiter!
Mitarbeiter X: (demotiviert…) OK…. wie ihr meint

 

Gut, da der BL ja nichts zu Ende führt besteht das Problem nach einem halben Jahr noch immer, der PL versteht nicht mal um was es da eigentlich geht, tut aber so als wäre er natürlich das Mastermind xD. Der Vorarbeiter reißt wieder mal die Tätigkeit an sich und behandelt den Arbeiter wie ein Nutztier ohne Verstand. Wie soll sich ein Mitarbeiter in dieser Konstellation verhalten? Er wird sich in so einem Umfeld ja nie ernst genommen fühlen und sich auch keine Gedanken mehr über mögliche Verbesserungen machen, sondern nur mehr Dienst nach Vorschrift. Also im Grunde der Worst Case für die Firma!

Meiner Meinung nach ist der Mitarbeiter X das größte Potenzial der Firma. Jegliche Ideen/Problembehebungen die aus dieser Ebene kommen sollten genau betrachtet werden, denn hier zeigen sich alle Fehler, die durch falsche Entscheidungen/Abläufe entstehen.

Aus meiner Erfahrung passiert das aber leider fast nie. Entscheidungen und neue Abläufe werden immer von Vorgesetzten und Sachbearbeitern definiert, ohne Einbindung von Mitarbeitern die tagtäglich mit dieser Tätigkeit konfrontiert sind und somit am besten über mögliche Probleme im Prozessablauf Bescheid wissen! Das ist Potenzialverschwendung sondergleichen und fördert die Zufriedenheit und Motivation auf unterster Ebene auf keine Weise, sondern schafft eine „Dienst nach Vorschrift“ Mentalität und spaltet die Belegschaft in 2 Gruppen! Ein Miteinander ist somit ausgeschlossen und fast unmöglich wiederherzustellen. Und mir kann keiner Einreden das das im Sinne eines Unternehmens ist……..

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